Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Störung beeinträchtigt die oft noch sehr jungen Patienten stark: Ausbildungs- und Berufswege werden unterbrochen, Alkohol- und Drogenprobleme entstehen, Freundschaften und Partnerschaften werden in Frage gestellt. Familie und Freunde stehen der Entwicklung oft ratlos gegenüber.

Häufige Symptome:

  • Starke, unkontrollierte Gefühlsschwankungen
  • Selbstverletzungen (Schneiden, Brennen, …)
  • Unsicherheit, Angst verlassen zu werden
  • Instabile Beziehungen
  • Innere Anspannung

Rund 1,5 Millionen Deutsche (v.a. junge Frauen) leiden unter der sogenannten Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS).

Die Ursachen der BPS sind noch nicht vollständig klar, neben biologischen-genetischen Faktoren spielen v.a. Entwicklungsbedingungen und Belastungserfahrungen (u.a. Traumata, Missbrauch) eine Rolle. Mittlerweile stehen gut untersuchte, v.a. psychotherapeutische, Verfahren zur Behandlung zur Verfügung.

Eines unserer stationären Behandlungsangebote richtet sich vor allem an Menschen mit einer BPS in Verbindung mit einer Suchtmittelabhängigkeit oder einem ausgeprägten schädlichen Gebrauch von Suchtmitteln (Standort Gießen, Station 6.3).

Bei dem speziellen Behandlungskonzept für Patienten mit einer BPS kommen Therapiemodule der Dialektisch-Behavioralen-Therapie (DBT) zur Stärkung, zu zwischenmenschlichen Fertigkeiten, zum Umgang mit Gefühlen, zum Aufbau von innerer Achtsamkeit, zur Stresstoleranz und zur Verbesserung des Selbstwertgefühls zum Einsatz. Außerdem erarbeiten wir mit den Patienten Fertigkeiten (Skills), die ihnen Möglichkeiten geben sollen, belastende Denkmuster zu verändern.

Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen können sowohl ambulant als auch teilstationär oder stationär behandelt werden. Ggf. kann die Behandlung auch stationär begonnen und ambulant weitergeführt werden.

Ambulant bieten wir Informationsgespräche, gerne auch mit Angehörigen, therapeutische Einzelgespräche sowie Skillsgruppen an (Marburg und Gießen).

Beide Kliniken engagieren sich in lokalen Netzwerken zur Dialektisch-Behavioralen Therapie der Borderlinestörung: In der Vitos Klinik Marburg findet eine Zusammenarbeit mit dem dbt-netzwerk Marburg statt. Die Vitos Klinik Gießen bereitet den Aufbau eines Borderline-Netzwerkes für die Region vor, Kontaktaufnahme: Ute Wörfel und Janina Dehghani, Tel. 0641 - 403 - 269.

Unser Behandlungsangebot am Standort Gießen:

Ambulante Behandlung:
Vitos Psychiatrische Ambulanz, Tel. 0641 - 403 - 414

Teilstationäre Behandlung:
Vitos Psychiatrische Tagesklinik (Haus 12), Tel. 0641 - 403 - 423

Stationäre Behandlung:
Station 8, Tel. 0641 – 403 - 269
U. Wörfel, M.A. - Oberärztin
C. Natale - Leitende Pflegekraft

Station 7, Tel. 0641 - 403 - 309
U. Wörfel, M.A. - Oberärztin
C. Natale - Leitende Pflegekraft

Behandlung für Patienten mit akuten Krisen (z.B. Suizidalität) bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Stationäre Behandlung:

Station 8, Tel. 0641 – 403 - 269
U. Wörfel, M.A. - Oberärztin
C. Natale - Leitende Pflegekraft

Unser Behandlungsangebot am Standort Marburg:

Ambulante Behandlung:
Vitos Psychiatrische Ambulanz, Tel. 06421 - 404 - 411

Teilstationäre Behandlung:
Vitos Psychiatrische Tagesklinik (Haus 3), Tel. 06421 - 404 - 309

Stationäre Behandlung:
Station 2C, Tel. 06421 - 404 - 435
Ulrich Oehlenschläger - Oberarzt
Ulrich.Oehlenschlaeger(at)vitos-giessen-marburg.de
Heidrun Nowotny - Leidende Pflegekraft

zurück