Behandlung einer Psychose

Behandlung
In unserer Klinik behandeln wir die Störungsbilder (akute vorübergehende psychotische Störung, Schizophrenie und wahnhafte Störung) in vier Phasen:

  1. In der ersten Phase steht die symptomatische Behandlung im Vordergrund mit dem Ziel, die akut psychotische Symptomatik zu verbessern und mit den Patienten in einen therapeutischen Kontakt zu kommen. Hier ist die medikamentöse Behandlung unverzichtbar. Im Stationsalltag geht es um Abschirmung und Betreuung im Einzelkontakt oder in der Kleingruppe, um den Patienten langsam wieder an die Realität heranzuführen.
     
  2. In der zweiten Phase geht es um Beziehungsaspekte sowohl im Stationsalltag als auch im familiären Umfeld und darum, ein Verständnis für die Erkrankung und damit eine Krankheitseinsicht zu entwickeln. Wir arbeiten unterstützend psychotherapeutisch mit den Patienten und führen eine Aufklärung über die Erkrankung und in der Regel auch familientherapeutische Interventionen mit den Angehörigen durch.
     
  3. In der dritten Phase steht die alterstypische Entwicklungsförderung im Vordergrund mit langsamer Belastungssteigerung, Wiedereinstieg in Schule oder Ausbildung möglichst unter Vermeidung von Überforderungssituationen. Ziel ist, die kognitiven und sozialen Fähigkeiten des Patienten zu verbessern und den künftigen Lebensstil den Bedingungen seiner besonderen Verletzlichkeit anzupassen.
     
  4. In der vierten, nachklinischen Phase stehen Nachbetreuung und Rückfallprophylaxe mit Weiterführung und Anpassung der Medikation, psychotherapeutischer Bearbeitung anfallender Probleme und Förderung der Selbstständigkeit im Vordergrund. Die Nachsorge kann durch eine unserer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen erfolgen.

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